Die Reise nach Ixtlan — Carlos Castaneda


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Thomas Lindquist
K
Verlag
Leben!«.
drehte sich um und stieg zum Gipfel de
Vertiefung, die wie eine Höhle aussah. Doch es war keine Höhle, so
dern eine flache
Einbuchtung im Sandstein. Don Juan sammelte einige kleine Zweige und fegte damit
den Sand beiseite, der sich am Boden der V
ertiefung angesammelt hatte.
Augenblick erschi
en die Welt im Lot. Die Stille war köstlich und gleichzeitig
entnervend. Ich war eine solche Stille nicht gewöhnt. Ich versuchte zu sprechen, aber
er brachte mich zum Schweigen. Nach einiger Zeit begann die Ruhe des Ortes
meine Stimmung zu beeinflussen. Ic
h dachte an mein Leben und an meine
persönliche Geschichte und erlebte das vertraute Gefühl der Trauer und Reue. Ich
deformiert worden sei.
Er lachte und drohte, er werde meinen Kopf mit Erde bedecken, wenn ich weiter
daß mein Geist deformiert sei, dann solle ich ihn einfach fe
stigen

ihn reinigen,
vervollkommnen
-
Geist nicht festigen heiße den Tod suchen, und das sei dasselbe wie nichts suchen,
Er machte eine lange Pause, dann sagte
er im Ton unerschütterlicher Überzeugung:
»Nach der Vervollkommnung des
Kriegergei
zu streben, ist die einzige unseres
Menschseins würdige Aufgabe.«
Taten als eine unerträ
Hoffnung für mich gab. Ich begann zu weinen, während ich über mein Leben sprach.
Ich sagte, ich sei »»lange umhergeirrt, daß ich gegen Schmerz und Trauer gefühllos
geworden sei, mit Ausnahme bestimmt
Wind, zu bestimmten Zeiten und im bestimmten Orten das Zentrum der Kraft sind.
Kraft ist eine ganz besondere Sache
«, sagte er. »Es ist unmöglich, sich festzulegen
und zu sagen, was sie wirklich ist. Sie ist das Gefühl, das man bei bestimmten
machte mir nichts aus. Ich fror nicht. Ich stützte den Kopf auf die Arme und sah mich
Aussicht nach Westen war eindrucksvoll. Ich sah eine weite, hügelige Landschaft
stand sehr niedrig über dem Hor
zont und beschien die westlichen Flanken der
erstarrten Lava, deren dunkelbraune Farbe sie mit einer bl
endenden Fülle gelber
Farbtupfer überzog.
faszinierend.
Gegen Ende des Tages sahen wir schon die unteren Hänge der Berge. Auf dem
das ist Tun.« »Wovon sprichst du, Don Juan?«

Tun ist das, was dich zu dir selbst und mich zu mir selbst macht.«
kratzte sich an den Schläfen. »Das ist die Schwierigkeit mit dem Sprechen«, sagte
er. »Es führt dazu, daß man immer alles durcheinanderbringt. Wenn man anfängt,
Er ließ mir keine Zeit zu
EIL
i
stesgegenwart und den nötigen Mut, ihn zu packen.
»Ist dein Leben ganz fest?« fragte Don Juan mic
sagte ich überzeugt.

über meine angebliche Festigkeit die beiden verärgert.
rahlen«, sagte ich.
Don Genaro wölbte die Augenbrauen und riß die Nasenlöcher auf. Er warf einen
»Ich glaube, Carlos ist fester denn je«, sagte Don Juan zu Don Genaro.
Juan ein. Ich wußte nicht, was ich an diesem Punkt noch beisteuern sollte, daher
schwieg ich.
»Erinnerst du dich daran, wie ich damals dein Auto blockierte?« fragte Don Juan
beiläufig.
hatten. Er bezog sich auf eine Gelegenheit, als es mir nicht gelungen war, den Motor
»Genaro kann dein ganzes Auto verschwinden lassen!« rief Don Juan dröhnend. Im
»Stimmt!« erwiderte
Don Genaro mit der lautesten Stimme, die ich je bei einem
Menschen gehört hatte.
Zuckungen.
te
ich.
»Du meinst, daß ich in das Auto steigen, den Motor anlassen und davon fahren
und bega
aussahen. Plötzlich machte Don Genaro mit de
aber auch nicht dem, das man hat, wenn zum Beispiel Herr und Hund einen
Erinnerung an das frühere Ereignis raffte sich und üb
Coyoten. Der Coyote war ein flüchtiges, glänzendes, leuchtendes Wesen. Sein
unbeschreibliches Wärme
und Wohlgefühl, daß es war, als hätte die Berührung
mich explodieren lassen. Ich erstarrte. Ich spürte weder meine Füße noch meine
lles hatte aufgehört, und ich schwebte frei.
Plötzlich spürte ich, daß mein Körper angest
ich, das,
was ich erlebte, sei die Brechung des Sonnenlichts in meinen Wi
m
zwinkerte und schaute wieder. Die Linien waren geblieben und überlagerten alles,
drehte mic
Linien blieben sichtbar und fest, auch wenn ich von der Sonne wegschaute.
die Dauer einer Unendlichkeit, doch
vielleicht währte der ganze Vorgang auch nur
wenige Minuten, oder auch nur so lange, wie die Sonne schien, bevor sie den
Gefühle. Nie im Leben hatte ich eine so göttliche Euphorie, einen solchen Frieden,
ein so allumfassendes Begreifen erlebt, und doch konnte ich da
Geheimnis nicht in Worte, nicht einmal in Gedanken fassen, aber mein Körper wußte
es.
lag ich auf den Steinen. Ich stand auf. Die Welt war so, wie ich sie imm
hatte. Es wurde dunkel, und ich machte mich automatisch auf den Rückweg zum
Auto.
Als ich am nächsten Morgen ankam, war Don Juan allein im Haus. Ich fragte ihn
Besorgung m
achen. Sofort begann ich,
zu erzählen. Er hörte mit sichtlichem Interesse zu.
Veröffentlicht im Fischer Taschenbuch Verlag GmbH,
Die amerikanische Originalausgabe erschien 1972
Druck und Bindung: Clause
n & Bosse, Leck
Printed in Germany
ISBN 3
-
zu besuchen, einen Yaqui
-
glaubte,
daß mein Besuch an diesem Tag sich in nichts von den unzähligen Malen
unterscheiden würde, die ich ihn in den zehn Ja
ren, seit ich sein Lehrling geworden
war, besucht hatte. Die Ereignisse, die sich an diesem und den folgenden Tagen
zutrugen, waren für m
klichkeit, Frankfurt
, 1973.
stattfanden, wurden auf Spanisch geführt, und nur durch seine gründliche Kenntnis
Glaubenssystems zu erfassen. Ich habe mir angewöhnt, dieses Syst
em als Zauberei
zu bezeichnen und Don Juan einen Zauberer zu nennen, denn dies waren die von
Da es mir möglich war, den größten Teil dessen aufzuschreiben, was zu Beginn der
späteren Phasen zur Sprache
kam, sammelte ich ein umfangreiches Feldmaterial. Um diese Aufzeichnungen lesbar
mußte ich sie redigieren, aber das auf diese Weise Ausgelassene ist,
unwichtig für das, worauf es mir ankommt.
Zauberer zu sehen und an seinem Wissen teilzuhaben.
Bevor ich zum Thema komme, muß ich noch die Grundprämisse der Zauber
erklären, wie Don Juan sie mir darlegte. Für einen Zauberer, sagte er, sei die Welt
des alltäglichen Lebens nicht wirklich oder so, wie wir dies annehmen. Für einen
Beschreibung.
Um diese Prämisse zu begründen, gab Don Juan sich alle Mühe, mich davon zu
überzeugen, daß das, was in meinen Augen die wirklich vorhandene Welt war, nur
eine Beschreibung der Welt sei; eine Beschreibung, die mir seit dem Augenblick
Jeder, der mit einem Kind in Kontakt komme, erklärte er, sei ein Lehrer, der
unaufhörlich die Welt erkläre, bis zu dem Augenblick, wo das Kind die Welt so
wahrnehmen könne, wie sie ihm erklärt wird. Nach Don Juan haben wir keine
Erinnerung
an diesen folgenschweren Augenblick, einfach weil wir keinen
h an
die Welt zu
e
er
war das Kind in der Schule ein Versager; es fehlte ihm an Konzentration, und es
interessierte sich für gar nichts. Es neigte zu Wutanfällen, zerstörerischem Verhalten
und lie
»Sicher hat dein Freund ein Problem«, sagte Don Juan lachend. Ich wollte fortfahren,
ihm all die »fürchterlichen« Sachen zu erzählen, die das Kind angestellt hatte, aber
sagen«, meinte er. »Es ist unnötig, daß wir, du oder ich, seine Taten irgendwie
Dies brachte er unvermittelt und mit Entschiedenheit vor, aber dann lächelte er…
was er tun kann, ist,
das Kind zu zwingen, mit ihm überein
zustimmen«, sagte Don Juan. »Was meinst du
damit?«
»Ich meine, daß das Kind nicht von seinem Vater geschlagen oder erschreckt
werden sollte, wenn es sich nicht so verhält, wie er will.«
gte
ich.
»Sag ihm, er soll sich aus der Gosse sehr sorgfältig einen scheußlich aussehenden
kaputten Typ auswählen«, fuhr er fort. »Sag ihm, er soll sich einen jungen besorgen.
Einen, der noch einige Kraft besitzt.«
Dann entwarf Don Juan eine seltsame Strat
egie. Ich sollte meinem Freund auftragen,
diesen Mann zu veranlassen, ihm nachzugehen oder an einer Stelle auf ihn zu
Dieser gewaltige Moment in meinem Leben zwang mich, die Arbeit von zehn Jahren
iche Annahme
über die Rolle der psychotropen Pflanzen falsch gewesen war. Sie waren nicht das
Hilfsmittel, um die Beschreibung sozusagen zu zementieren, die ich anders nicht
hätt
psychotropen Pfla
n
zen war daher nur durch meinen Mangel an Sensibilität
erforderlich.
Juan mir den größten Teil der neuen Beschreibung ganz zu Beginn unserer
Welt« nannte. In meinen ersten beiden Büchern
chied ich diese Teile meiner
Feldnotizen aus, weil sie sich nicht auf den Gebrauch der psychotropen Pflanzen
o
Lehren Don Juans gestellt, und sie umfassen die ersten siebzehn
nterbrochen ist. In meinem Fall bestanden diese
n, Senor«, sagte ich zu dem
alten Indianer mir gegenüber. Ein Freund von mir hatte uns zusammengebracht und
dann den Raum verlassen, und wir hatten uns miteinander bekannt gemacht. Der
alte Mann hatte mir gesagt, sein Name sei Juan Matus.
hnen das gesagt?« fragte er beiläufig. »Ja, hat er.«
»Ich sammle Pflanzen, oder besser, sie erlauben mir, sie zu sammeln«, sagte er
Wir befanden uns im Warteraum einer Busstation in Arizona. Ich bat ihn in sehr
höflichem Spanisch, ob er mir erlaube,
ihn zu befragen. Ich sagte: »Würde der Herr
[caballero] mir gestatten, ihm einige Fragen zu stellen?«
der Anthropologie begann und dadurch Don Juan bege
ich nicht mehr zusammenhängend denken konnte. Ich
wurde von diesem
ungeheuren Blick regelrecht angezogen und ich beschloß, mich auf die Suche nach
g
nenden Indianern
fand ich sein Haus. Es war früher Nachmittag, als ich ankam und vor dem Haus
erkennen und grüßte mich, als ich aus dem Wagen stieg. Einige Zeit tauschten wir
den, daß
Begegnung vorzubereiten.
Ich fragte mich, ob es schicklich sei, mich nach der versteckten Bedeutung dieses
Satzes zu erkundigen, aber ich tat es dann doch nicht; er aber schien zu spüren, was
r
Meine. Bemühungen, sagte er, erinnerten ihn an eine Geschichte, die von Menschen
Geschichte, sagte er, unterschieden sich die Verfolgten in nichts von ihren
Verfolgern, auß
er, daß sie bestimmte Wörter hartnäckig in einer nur ihnen
eigentümlichen Weise aussprachen; diese Schwäche wurde ihnen natürlich zum
Verhängnis. Der König stellte an kritischen Stellen Straßensperren auf, wo ein
Beamter jeden Vorbeigehenden aufforderte,
in Schlüsselwort auszusprechen.
Diejenigen, die es so aussprechen konnten, wie der König es tat, blieben am Leben,
war«, sagte er, »erkannte, daß der Beamte das Schlüsselwort vergessen hatte, und
absichtlich das Gesprächsthema wechselte, um mir nicht antworten zu müssen. Ich
Er fragte mich, ob ich ihn auf eine kurze Wanderung in die Wüste begleiten wolle. Ich
beeilte mich ihm zu sagen, daß ich nichts lieber täte als dies.
»Das wird keine fröhliche Landpartie«, warnte er. Ich sagte ihm, ich hätte
ganz
ernsthaft vor, mit ihm zu arbeiten. Ich sagte, daß ich Informationen, alle möglichen
Informationen über den Gebrauch medizinischer Pflanzen benötigte und daß ich
bereit sei, ihn für seine Mühe und seinen Zeitaufwand zu bezahlen.
»Sie werden für mich
rbeiten«, sagte ich, »und ich werde Ihnen einen Lohn
bezahlen.«
viel würdest du mir bezahlen?« fragte er

in seiner verbindlichen Art war er
bereits zu einer vertrauteren Anrede übergegangen. Ich bemerkte einen Anflug von
Habgier in seiner Stimme.
»Wa
»Belohne mich für meine Zeit… mit deiner Zeit«, sagte er.
Mir schien, daß er ein höchst wunderlicher Mensch war. Ich sagte, ich verstehe nicht,
Geschichte löschen
Don Juan saß neben der Tür seines Hauses auf
dem Boden, den Rücken gegen die Wand gelehnt. Er kippte einen hölzernen
»Nun«, sagte er, als wäre er in ernstes Nachdenken versunken, »wie rief ich sie
Ich rief wohl
He, he, Mama!
Ich mußte unwillkürlich lachen. Sein Gesichtsausdruck war wirklich komisch und für
ich nicht, ob er ein kauziger alter Mann war, der mich auf
den Arm nehmen wollte, oder ein Einfaltspinsel: Mit aller Geduld, die ich aufbringen
den Begriff der Genealogie und der persönlichen Geschichte verständlich zu
machen. »Wie hießen dein Vater und deine Mutter?« fragte ich. Er sah mich mit
einem klaren, freundlichen Blick an. »Vergeude de
»Zuerst einmal muß man den Wunsch haben, sie loszuwerden«, sagte er, »und dann
muß man sich daranmachen, sie allmählich, Stück um Stück, abzutrennen.«
»Wie könnte jemand einen solchen Wunsch haben?« rief ich. Ich hatte eine furchtbar
starke Bindung
n meine persönliche Geschichte. Ich war tief in meiner Familie
verwurzelt. Ohne dies, so glaubte ich aufrichtig, hätte mein Leben keine Kontinuität
und keinen Sinn.
gekommen, aber ich war ihr nie genauer nachgegangen. Keine persönliche
intellektueller Ebene; er gab mir jedoch ein Gefühl der Einsamkeit,
das ich als
bedauerlich und unangenehm empfand. Ich wollte mit Don Juan über dieses Gefühl
sogleich hakte er ein: »Sieh dich an, zum Beispiel«, fuhr er fort. »Du weißt im
lick nicht, woran du mit mir bist. Und das liegt daran, daß ich meine
persönliche Geschichte ausgelöscht habe. Nach und nach habe ich einen Nebel um
Ich wußte nicht warum, aber unser Gespräch hatte mich erschöpft. Mir war nach
mic
dem Freund zu diskutieren, der uns zusammengebracht hatte. Er war davon
überzeug
diese
»Was willst du damit sagen?« fragte ich. Ich glaubte, er habe sich absichtlich dieses
Beispiel ausgedacht, um mir zu sagen, daß ich über die Krähe gelacht hät
te, weil ich
sie ebenso wenig ernst
e
mich. Er sagte, ich sei wie der Sänger und die Leute, die seine Lieder liebten, eitel
Tempo ein. Schließlich blieb er neben eine
preis.«
Ich liebte seine wunderlichen Aussprüche. Sie waren herausfordernd und rätselhaft.
Ich konnte nic
Unsinn waren. »Wenn du jemals wieder hierher in die Wüste kommst«, sagte er,
daß man sie als gleichberechtigt behandelt.« Er erklärte, ein Mann, der Pflanzen
ie pflückt, und ihnen
versichern, daß sein eigener Körper ihnen eines Tages als Nahrung dienen werde.
sind wichtiger oder unwichtiger als der andere. Komm, sprich zu der
kleinen
Pflanze«, drängte er mich. »Sag ihr, daß du dich nicht mehr wichtig nimmst.« Ich
ging so weit, vor der Pflanze niederzuknien, aber ich konnte mich nicht überwinden,
mit ihr zu sprechen. Ich kam mir albern vor und lachte. Doch ich war nicht ärgerlic
h.
Don Juan klopfte mir den Rücken und sagte, es sei gut, und ich hätte zumindest
ren. »Diese kleine Pflanze sagte mir eben,
ich soll dir sagen, daß man sie essen kann«, sagte er und erhob sich aus seiner
gesund erhalten. Sie sagte auch, daß dort drüben ein ganze
r Busch davon wächst.«
finden, denn er war in diese
Während wir zu der fraglichen Stelle gingen, sagte er mir beiläufig, ich solle auf diese
Pflanze acht
Ich fragte
ihn halb im Scherz, ob die Pflanze ihm das gerade gesagt habe. Er blieb
stehen und sah mich mit ungläubiger Miene prüfend an. Er wiegte den Kopf von einer
Seite zur ändern. »Ach!« rief er lachend. »Deine Klugheit macht dich dümmer, als ich
glaubte. Wie kan
Kommentar war, daß mein Gefühl der eigenen Wichtigkeit ungeheuerlich sei. Er
sagte, ich solle nicht
versuchen, mit Pflanzen zu sprechen, ehe es mir nicht einfach und normal
schen überwunden zu haben. Es war mir sogar nicht einmal
schwer gefallen, mich zu überzeugen, daß ich ihn wieder besuchen wollte. Als ich
erkannte, wie gern ich mit ihm zusammen war, hatte mich jedoch der Gedanke
beschlichen,
ich könnte vielleicht selbst ein wenig verrückt sein. Seine Vorste
l
lung,
daß mein Gefühl der eigenen Wichtigkeit für mich ein Hindernis sei, übte auf mich
Benehmen konfrontiert war, fühlte ich mich unbehaglich und wollte abreisen.
unmöglich sei, miteinander auszukommen. »E
Er fing an, ein mexikanisches Volkslied zu singen, und dann hob er plötzlich seinen
Kopf und sah mich an. Sein Blick war wild und lodernd. Ich wollte wegsehen oder die
Augen
schließen, aber zu meiner größten Bestürzung konnte ich mich nicht von
seinem Blick lösen.
Er forderte mich auf, ihm zu sagen, was ich in seinen Augen gesehen hatte. Ich
sagte, ich hätte nichts gesehen, aber er bestand darauf, daß ich sagen müsse, was
sei
machen, daß sein Blick mir nichts anderes bewußt gemacht habe, als meine
Verwirrung, und daß die Art, wie er mich angesehen hatte, sehr unbehaglich
Er gab nicht nach. Er
starrte mich weiter unverwandt an. Es war nicht direkt ein
drohender oder böser Blick; eher war es ein geheimnisvolles, aber unangenehmes
ich.
wandte die Augen von mir ab. »Ja«, sagte er sanft. »Ein
Zügen den Kopf eines Falken gesehen. Das Bild war zu flüchtig, und ich war zu
ich
ihm, ich könne schwören, daß ich in seinem Gesicht die Züge eines Falken erkannt
Ich kenne den Blick in den Augen von Falken. Als Junge hatte ich sie gejagt und war,
wie mein Großvater meinte, ein guter Jäger ge
-
Hühnerfarm, und die Falken bedrohten sein Geschäft. Sie zu schießen, war daher
nicht nur nützlich, sondern auch »richtig«. Bis zu diesem Augenblick hatte ich
vergessen, daß der wilde Blick aus ihren Augen mich jahrelang verfolg
t hatte; doch
das lag in so ferner Vergangenheit, daß ich die Erinnerung daran verloren zu haben
ern
vor. Hatte er doch die Frechheit, so zu tun, als wisse er, daß ich Falken gejagt hatte.
»Warum wirst du so böse?« fragte er mit wirklicher Besorgnis. Ich wußte nicht,
warum. Er fing an, mich auf eine sehr eigenwill
daß er mich mit seinen unberechenbaren Worten und Taten um die Beherrschung
brächte. »
Warum dieser Ärger?« fragte er.
Ich überprüfte meine Gefühle und Reaktionen. Ich hatte wirklich keinen Grund,
wütend auf ihn zu sein.


Diesen Satz wiederholte er dreimal, als sähe er ihn tatsächlich vor sich.
»Erinnerst du dich nicht an ihn?« fragte er. Ich konnte mich auf nichts dergleichen
besinn
erlegt hatte.
Wenn dies der Fall sei, sagte er, dann sollte es mir nicht schwer
die spaßigen Vögel zu er
Erinnerung hatte mich völlig überwältigt. Der weiße Falke!
seine
Leghorn
-
erwischt. Er ließ sogar seine Beute fallen, ab
Auch war er sehr schlau; er kam nie wieder, um auf der Farm meines Großvaters zu
jagen. Ich hätte die Sache wohl vergessen, wenn nicht mein Großvater mich
angespornt hätte, den Vogel zu jagen. Zwei Monate lang stel
lte ich dem Albino
-
Falken überall in dem Tal nach, in dem ich lebte. Ich lernte seine Gewohnheiten
kennen und konnte beinah seine Flugbahn erahnen, doch seine Schnelligkeit und die
Plötzlichkeit seines Auftauchens verblüfften mich immer wieder. Ich konnte
mich
rühmen, daß ich ihn wahrscheinlich jedesmal, wenn wir zusammentrafen, daran
-
führte, war ich meinem
Ziel nur ein einziges Mal nahegekommen. Ich hatte ihm den
ganzen Tag nachgestellt und war müde. Ich hatte mich zur Rast niedergelassen und
war unter einem hohen Eukalyptusbaum eingeschlafen. Plötzlich weckte mich der
Schrei eines Falken. Ohne mich zu beweg
beste, zu warten. Und dies tat ich, eine lange, endlose Weile. Vielleicht hatte das
Ortes, wo der Vogel und ich uns befanden; plötzlich spürte ich ein Frösteln über den
Rücken laufen, und unvermittelt stand ich auf und ging weg. Ich sah mich nicht
einmal um, ob der Vogel
davongeflogen war.
meinen Körper, die Musk
Fassung wieder und den Eindruck, einen flimmernden Schatten gesehen zu haben,
erklärte ich mir als optische Illusion hinwe
g

dadurch verursacht, daß ich meinen
Kopf so plötzlich gedreht hatte.
weißen Falken
Er lachte schallend und aus vollem Hals, wie es s
daß es für mich sinnlos sei, über meinen Tod zu grübeln, da ein solcher Gedanke
»Du redest Unsinn!
« rief er. »Der Tod ist der einzige weise Ratgeber, den wir haben.
Immer wenn du, wie es bei dir meistens der Fall ist, das Gefühl hast, daß alles falsch
ihn, ob das zutriff

nicht angerührt.
danken liefen wirr durcheinander. Er hatte einen
erschütternden Schlag gegen meinen Egoismus geführt. Im Licht meines Todes war
llig im Klaren
er Lautstärke oder in der Gesinnung
Todes waren meine Ängste und meine Wut sinnlos geworden.
du nicht ihre Geheimnisse wissen willst, und dazu brauchst du eine ganz
unbeugsame Absicht. Spar dir
also deine guten Vorsätze auf. Es gibt auch keinen
Grund, deinen Tod zu sehen. Es genügt, daß du seine Anwesenheit spürst.«
Er sah mich an und brach in ein weiches Lachen aus. Er war zu meinem Auto
ine Ecke
drängen, in der ich mich nicht wohlfühlte. »Ist es möglich, daß wir unseren Tod
sehen?« fragte ich und versuchte damit, beim Thema zu bleiben. »Sicher«, sagte er
»Ich bin ein alter Mann. Wenn
gelernt hast?«
»Nun, sagen wir, ich weiß alles mögliche, weil ich keine persönliche Geschichte
habe, weil ich mich nicht wichtig füh
le, und weil mein Tod direkt hier neben mir sitzt.«
Er streckte den Arm aus und bewegte die Finger, als streichelte er tatsächlich irgend
-
e
sagte, er sei mein Tod gewesen. »Warum machst du dies alles mit mir?« fragte ich.
In
meiner Frage lag keinerlei Streitlust. Ich war nur neugierig, warum gerade ich es
war.
daß eine Gegenseitigkeit zwischen ihm und mir unmöglich sei, und das ärgerte mich.
tut, und dann muß er zu s
einen Taten schreiten, ohne an ihnen zu zweifeln oder sie
zu bereuen.«
Er sah mich prüfend an. Ich wußte nicht, was ich sagen sollte. Schließlich wagte ich
es, schwach protestierend, eine Meinung zu äußern.
»Das ist unmöglich!« sagte ich.
Er fragte, warum,
Situation zutraf.
Fast unmittelbar nach der Ankunft auf der Farm drän
gte mein Vater darauf, mit mir
einen langen Spaziergang zu machen, so daß wir über alles sprechen konnten, und
während wir gingen, machte er Pläne, wie wir jeden Morgen um sechs Uhr
schwimmen gehen würden. Abends stellte er den Wecker auf fünf Uhr dreißig,
um
Luft gehangen.
nicht die Verantwortungen für deine Entscheidungen übernimmst. Hättest du
die
Verantwortung für den Vorschlag deines Vaters, um sechs Uhr morgens schwimmen
hättest ihm gleich beim erstenmal, sobald er nur den Mund au
f
gesagt, nachde
warst du genauso schwach wie dein Vater.
Die Verantwortung für seine Entscheidungen übernehmen, heißt bereit sein, für sie
zu sterben.« »Halt, halt!« rief ich, »Du verdrehst die Dinge.« Er
ieß mich nicht
ausreden. Ich wollte ihm sagen, daß ich meinen Vater nur als Beispiel für
unrealistisches Handeln angeführt hatte und daß niemand, der recht bei Trost ist,
Entscheid
die Stadt gekommen, um sein Glück zu machen, und hatte nur Elend und Schmerz
gefunden. Von Zeit zu Zeit verdiente er ein paar Cents, für die er wie ein Steinesel
hmen und ihm Rat und Kunde über
den Gang der Welt geben könne. Don Juan machte mit beiden Händen eine
majestätische Gebärde und sagte, der alte Mann habe sodann das schönste Reh
he
r
s
offenbar ein Zauberer, bereit war, ein Geisterreh für diese
Kalebassen, lief zu einer einsamen Stelle und
den Kopf zerbrach. Er schüttelte den Kopf und kicherte.
Wasser
überlegt und sei zu dem Schluß gekommen, daß ich seine Ratschläge unmöglich
-
Don Juan, daß das Auffinden von wohltätigen und feindseligen Stellen für einen
is wichtig und notwendig sei. Ich wollte die Unterhaltung auf das
Thema Peyote lenken, aber er weigerte sich rundheraus, darüber zu sprechen. Er
e mich, ob er sie einfach ignorierte, aber
lachen.
»Ich glaubte, die Krähe, die über uns hinwegflog, sei n
ur für mich ein Omen«, sagte
er. »Ich hätte nie geglaubt, daß die Krähen auch zu dir freundlich sind.« »Wovon
sprichst du?«
hatte ein seltsames Gefühl, als ich sah, wie Don Juans Augen unglaublich schnel
le
Blicke auf den Busch warfen. Seine Augen erinnerten mich an die eines
sprun
der ganzen Art, wie meine Bemühungen mit
on Juan sich entwickelten, war
n, weil er sah, daß
die Stelle, an der ich saß, im Begriff stand, völlig von meinen Gefühlen Besitz zu
komisch gewesen. Er war wirklich wie ein junger Mann gerannt. Seine Füße
s
nächsten Sekunde hatte er mich am Arm davongezerrt.
Nach einiger Zeit forderte er mich auf, weiter nach
stattfinden.« »Was für Veränderungen sind das?«
Das Gefühl, das du spürst, ist das einzige, was zählt.
Alle Menschen sind verschieden. Du hast heute ein Funkeln gesehen, aber das hatte
mußt du selbst lernen.«
Wir raste
ten einige Zeit schweigend. Don Juan bedeckte sein Gesicht mit dem Hut
und verharrte reglos, als schliefe er. Ich versenkte mich in meine Aufzeichnungen,
Herzschlag bekommen, so sehr lachte er.
dabei gewesen war. Er hatte natürlich recht. Es hatte Zeiten gegeben, in denen ich
meiner Familie zu den Mahlzeiten das Wildfleisch lieferte.
Nach einigem Zögern fragte ich: »Woher wußtest du das?«
»Es gibt gewisse Dinge,
die ich einfach weiß«, sagte er. »Allerdings .kann ich dir nicht sagen, wieso.«
Ich sagte ihm, daß meine Tanten und Onkel sämtliche Vögel, die ich erlegte, allen
ich. Ich weiß, wovon ich spreche; ich habe all das von einem
anderen gelernt. Ich habe es nicht von selbst herausgefunden.«
»Willst du damit sagen, daß du einen Lehrer hattest, Don Juan?« » Sagen wir
einmal, jemand lehrte mich das Jagen, so wie ich es dich
eines Tages wirst d
u es wissen. Siehst du, was ich meine?« »Denken die Yaqui
-
Indianer so über die Jäger? Das möchte ich gern wissen.«
»Nicht unbedingt.« »Und die Pima
Ich zählte verschiedene benachbarte Volksgruppen auf. Ich wollte ihn
arauf
festlegen, daß das Jagen allgemeiner Glaube und Brauch bestimmter Stämme sei.
tust du dies alles für mich, Don Juan?« fragte ich. Er nahm den Hut ab und kratzte
gespielter Verlegenheit an der Schläfe. »Ich habe ein Zeichen mit dir«, sagte
er sanft. »Andere Menschen hatten ein ähnliches Zeichen mit dir. Eines Tages wirst
Eines Tages
stellte ich fest, wenn ich ein Jäger sein wollte, der Selbstachtung haben
darf, müßte ich meine Lebensweise ändern. Ich habe früher reichlich gejammert und
geplagt. Ich hatte gute Gründe, mich benachteiligt zu fühlen. Ich bin ein Indianer, und
Indianer wer
können, und so blieb mir nichts außer meinem Kummer. Aber dann nahm sich das
Glück meiner an, und jemand lehrte mich das Jagen. Und ich erkannte, daß die Art,
wie ich gelebt hatte, nicht leb
Er begann ganz leise ein mexikanisches Lied zu singen, und dann summte er die
b.
»Glaubst du, daß wir, du und ich, gleich sind?« fragte er schroff. Seine Frage
überraschte mich. Ich spürte ein eigenartiges Summen in den Ohren, als hätte er die
Worte laut geschrien, was aber nicht der Fall war; aber in seiner Stimme war ein
einmal böse sein konnte. Wir schwiegen. Ich war verstört und wußte nichts
Passendes zu sage
Kenntnis spezifischer Einzelheiten über das Verhalten des Wildes. Zuerst erklärte
und dann demonstrierte
er eine Reihe von Jagd
In diesem Augenblick spürte ich einen Luftzug an meinem Gesicht. Offenbar hatte
konnte es nicht glauben; es mußte eine vernünftige Erklärung dafü
r geben. Don Juan
kicherte leise und sagte, ich solle mir nicht den Kopf zer
»Komm, wir wollen die Zweige noch einmal zusammenlegen«, sagte er. »Ich tu es
Er
sammelte die Zweige auf, die wir benutzt hatten, um uns zu bedecken, und häufte
kleine Steine und Erde über ihnen auf. Dann brach jeder von uns, indem wir
nachgeben und suchte bewußt nach irgendeiner passenden Erklärung. Ich sagte mir,
ngen in der Luft geben, und Don Juan, der mit der
ganzen Gegend gründlich vertraut war, kenne diese nicht nur, sondern sei auch in
nur Kraft.«
30
belästigen. Ein Berglöwe
der Jäger sich nicht bewegt, dann wird der Löwe fortgehen. Das versichere ich dir.
Wenn der Jäger hingegen bemerkt werden will, braucht er sich nur zur Zeit der
Dämmerung auf einen Berggipfel zu stellen, und die Kraft wird die ganze Nacht
hindurch an ihm
erumzerren und ihn heimsuchen. Wenn daher ein Jäger nachts
unterwegs ist oder wenn er wach bleiben will, muß er sich für den Wind erreichbar
machen.
Darin liegt das Geheimnis der großen Jäger: genau an der richtigen Wegbiegung
erreichbar oder unerreichbar


al alcance

me
dio del camino
Ich
»Keine Ausflüchte«, sagte Don Juan trocken. »Dies ist ein Augenblick, wo du dein
»Einst hattest du eine Frau, eine dir sehr lieb
Tages verloren.«
Ich fragte mich, ob ich je mit Don Juan über sie gesprochen hatte. Ich kam zu dem
Schluß, daß dazu nie Gelegenheit gewesen war. Aber vielleicht hatte ich es doch
»Es waren gar nicht so viele Gründe. Es war nur einer. Du hat
test dich zu sehr
erreichbar gemacht.«
s sei keine Routine, aber ich versichere dir, es ist eine.«
Ich wollte mich auflehnen und mich meiner Verdrießlichkeit hingeben, aber irgendwie
bewirkten seine Augen, daß ich unruhig wurde. Sie schienen mich immer weiter
s Jägers besteht darin, unerreichbar zu werden«,
sagte
»Ich habe nie einen Menschen benutzt«, sagte ich aufrichtig. Aber Don Juan
»Du verstehst mich nicht«, sagte Don Juan geduldig. »Er ist unerreichbar, weil er
und
entfernt sich dann schnell, fast, ohne eine Spur zu hinterlassen.
Fabriksirene nach, die zur Mittagspause bläst. Ich lachte. Sein Sirenenton war
schüttelte er den Kopf. »Ich will verflucht sein«, sagte er. »Was ist los?« fragte ich.
Wieder ahmte er den langen, klagenden Ton einer Fabriksirene nach. »Die Pause ist
um«, sagte er. »Geh wieder
an die Arbeit.« Einen Augenblick war ich verblüfft, aber
dann meinte ich, er machte Witze, vielleicht, weil wir tatsächlich nichts hatten, um
abblasen. Ich warf einfach alles hin und fing an, mich für den Aufbruch vorzubereiten.
Ich sah ihn ni
cht an. Ich nahm an, daß er ebenfalls seine Sachen zusammensuchte.
vom Felsen herabglitt und lächelnd auf mich zu kam.
»Du hältst mich für verrückt, nicht wahr?« sagte er.
Ich sagte, er habe mir mit seinem unberechenbaren Verhalten sinnlose Angst
eingejagt.
nichts zu sagen. Was
t
das Schema für alle Dinge in meinem Leben. Dennoch war ich fest davon überzeugt,
daß mein Leben weniger Routine war als das der meisten Freunde und Bekannten.
»Ich gebe nichts auf das, was du glaubst«, sagte er. »
Um ein Jäger zu sein, mußt du
die Routine deines Lebens unterbrechen. Du warst geschickt bei der Jagd. Du hast
schnell gelernt, und nun kannst du sehen, daß du genau wie deine Beute bist, leicht
berechenbar.« Ich bat ihn, sich genauer ausz
u
drücken und mir
fort.
Glück einmal im Leben begegn
war ich in einem dichten Wald in den Bergen von Zentralmexiko, als ich plötzlich ein
ie in all den Jahren, in denen ich die
Wildnis durchstreift hatte, hatte ich einen solchen Klang gehört. Ich konnte ihn nicht
vielleicht von einem Rudel irgendwelcher unbeka
Noch einmal hörte ich das durchdringende Pfeifen. Es schien von überallher zu
ein magisches Wesen, ein Reh. Ich wußte auch, daß ein magisches Reh di
normaler Menschen und die Routine der Jäger kennt. Man kann sich sehr einfach
vorstellen, was ein normaler Mensch in einer solchen Situation macht. Zunächst
verwandelt ihn seine Angst auf der Stelle in eine Beute. Und ist er zur Beute
o bleiben ihm nur zwei Möglichkeiten, zu handeln. Entweder er flieht,
es?« fragte ich halb im Scherz. Ich war überzeugt, daß

Don Juan einen Rastplatz an einer
schattigen
Stelle. Sobald wir saßen, begann er zu
sprechen. Er
sagte1, ich hätte viel über die Jagd gelernt, aber ich hätte mich nicht so
sehr geändert, wie er es wünschte.
muß als Jäger leben, um das Beste aus seinem Leben herauszuh
Unglücklicherweise sind Veränderungen schwierig und sehr, sehr langwierig;
manchmal braucht ein
sch
Jahre, um sich von der Notwendigkeit einer
Veränderung zu überzeugen. Ich brauchte Jahre, aber vielleicht hatte ich keine
Beg
Ich glaube, das schwerste für mich war, mich wirklich ändern
Ich versicherte ihm, mir sei klar, was er meinte. Seit er angefangen hatte, mich die
mich vielleich
t interessanteste Entdeckung war, daß ich Don Juans Art wirklich
mochte. Ich mochte Don Juan als Mensch. Sein Verhalten war irgendwie fest; die Art,
diesen Vorteil nie benutz
alles Lebende leiten.«
nur, weil du glaubst, daß es gut klingt; ja, im Grunde sagst du z
u allem, was du tust,
sehr sonderbaren Welt, wie du weißt.« Ich nickte zustimmend.
sonderba
sie dir entweder langweilig ist, oder
Dann stand er plö
Ich gab zu, daß ich mich
sollst ihn benutzen. Richte deine Aufmerksamkeit auf die Verbindung zwischen dir
e, Trauer oder Sorge. Richte deine Aufmerksamkeit auf
die Tatsache, daß du keine Zeit hast, und richte deine Handlungen darauf ein. Laß
sah mich mit ernster Miene an.
wohl fühlte.
-
Auf dem Gipfel meiner Halluzinati
o
Haus gehörte, in dem die Peyote
-
Normalen nicht mehr und nichts könne mehr als gegeben angenommen werden, und
der Hund sei nicht wirklich ein Hund, sondern die Inkarnation von Mescalito
gew
esen, der in Peyote enthaltenen Kraft oder Gottheit.
Die Nachwirkungen dieses Erlebnisses waren eine allgemeine Müdigkeit und
Melancholie, hinzu kamen außerordentlich lebhafte Träume und Alpträume.
»Wo ist dein Schreibzeug?« fragte Don Juan, als ich mich
uf der Veranda
niederließ. Ich hatte mein Notizbuch im Auto gelassen. Don Juan ging zum Wagen
bejah
te ich.

nichts tun, damit sie aufhören?«
teht für ihn zuviel auf dem Spiel. Was für ihn auf dem Spiel steht, ist sein
mit ihm durch diese schöne
Wüste zu streifen. Ich liebte das Gefühl, das ich nur in
müssen ihn anlocken; vielleicht wird er dich verfolgen.«
Ich wollte mehr über den angeblichen Geist wissen, aber er verlangte völliges
die Füße und reichte mir die Hand, um mir beim Aufstehen zu h
bewundern, mit der Don Juan nach Stunden der Bewegungslosigkeit aufgesprungen
war. Meine Muskeln brauchten einige Zeit, um die zum Gehen nötige Elastizität
wiederzug
ewinnen.
Don Juan schlug den Weg zu seinem Haus ein. Er ging außerordentlich langsam. Er
bestimmte, daß ich ihm im Abstand von drei Schritten folgen sollte. Er wich in Bögen
vom geraden Weg ab und kreuzte ihn vier
oder fünfmal in verschiedenen
Richtungen.
Ich versuchte, ihn nach den Ereignissen des Tages auszufragen. Er erklärte, es sei
einen Ort der Kraf
t erreichten. Ich starb beinah vor Neugier, was er damit wohl
meinte, und versuchte flüsternd eine Frage zu stellen, aber er ermahnte mich mit
daß ich so viele Fragen stellte, wie ich nur wollte.
»Dort draußen in den Büschen.« »Was für ein Geist ist es?«
Er schaute mich mit spöttischer Miene an und erwiderte: »Wie viele
Sor
n
gibt es
wohl?« Wir lachten beide.
reiner Nervosität gestellt. «Er wird in der Dämmerung
hervorkommen«, sagte er. »Wir müssen bloß zu warten.«
Ich schwieg. Die Fragen waren mir ausgegangen. »Diesmal müssen wir ständig
weitersprechen«, sagte er. »Die menschliche Stimme zieht die Geister an.
an Orten der Kraft sprechen
werden«, fuhr er fort. »Ich habe dich hierher geführt, weil dies dein erster Versuch ist.
wirklich nicht, was Kraft ist.«
n, als diktierte er mir einen Brief. »Ich werde dich lehren, das Träumen
zu arrangieren.« Er sah mich an und fragte mich abermals, ob ich wisse, was er
meinte. Ich wußte es nicht. Ich hatte ihm kaum folgen können.
»Das Träumen arrangieren«, erklärte er, »b
darin, die Dinge nicht einfach anzuschauen, sondern ihre
e
gibt es keinen Unterschied zwischen dem, was man tut, wenn man schläft, und dem,
ekannte, daß
ich, obgleich ich das Gesagte verstand, seine Prämisse nicht akzeptieren konnte. Ich
, was
da sind
.
Wenn sie anfangen, ihre Form zu verändern, mußt du den Blick von ihnen wenden
Don Juan wolle den flachen Hang hinaufsteigen, aber er blieb stehen und verharrte
erbebte. Ich konnte mir nicht vorstellen,
wie er aufrecht stehen konnte, während
seine Mu
s
In diesem Augenblick traf mich ein heftiger Windstoß. Don Juan warf sich in die
sich umzuwenden, oder wen
igstens gebrauchte er sie nicht so, wie ich die meinen
beim Umwenden benutzt hätte. Don Juans Körper schien eher von außen gezogen
zu werden. Es war, als hätte ein anderer seinen Körper in die neue Richtung
gedrängt.
Ich ließ ihn nicht aus den Augen. Er sa
war entschlossen und zielstrebig. Sein ganzes Wesen war Aufmerksamkeit, und ich
H
öhle. Ich sah sie unverwandt an, denn Don Juan tat das gleiche. Ein weiterer
starker Windstoß ließ ein Frösteln über meinen Rücken laufen. Don Juan wandte
sich nach Süden und suchte mit den Augen die Gegend ab.
furcht, Kraft und Tod
lächelte und sagte: »Wir müssen ziemlich weit zu einem Ort der Kraft fahren und es
ist schon beinah Mittag.«
G
in den Gebeinen eines Wissenden ist noch mehr Kraft, aber es ist praktisch
unmöglich, sie zu finde
»Jeder Krieger kann ein Wissender werden. Wie ich dir sagte, ist ein Krieger ein
Wissender werden.« »Was…«
Ich versuchte, mich zu rechtfertigen, aber er unterbrach mich mit einer ungeduldigen
Kopfbewegung.
Er sagte, er habe mich schleunigst aus dem Käfig ziehen müssen,
denn meine Stimmung sei unerträglich gewesen und er habe Angst gehabt, der Ort
mir gelungen, ein gewisses Maß an Kontrolle über meine Träume zu erlangen. Don
Juan hatte ganz recht, als er sagte, man könne solche Übungen als Unterhaltung
auffassen. Zum erstenmal im Leben hatte ich mich
auf das Einschlafen gefreut. Ich
gab ihm einen genauen Bericht über meine Fortschritte. Es war mit relativ leicht
gefallen, das Bild meiner Hände anzuhalten, nachdem ich gelernt hatte, mich zu
Hände zeigten, hielten offenbar lange an, bis ich schließlich die Kontrolle verlor und
oder dergleichen ab, wenn ich mir den Befehl gab, meine Hände oder ein ander
hatte. »Sei nicht so weitschwei
Träume in allen Einzelheiten aufgeschrieben hatte.

Seit ich begonnen hatte, meine
Hände anzusehen, waren meine Träume sehr lebhaft geworden, und meine
Fähigkeit, mich zu erinnern, hatte so stark zugeno
mmen, daß ich mich auf die
erfassen kannst so viel du willst; aber sobald die Bilder anfangen, sich zu verändern,
du meinst, daß du die Di
Er spannte seinen Körper an und schnupperte wie ein Tier in der Luft. Ich sah,
wie
seine Bauchmuskeln sich in kurzen Wellen zusammenzogen, als er in rascher Folge
Wasserlöchern leben. Sie dienen als Köder. Die Kanten des Käfigs sind so
a
Felsbrocken in einem Geflecht aus Stäben über dem Käfig aufhängt und mit diesem
Sandwiches.
Ich sagte ihm, das Erlebnis mit dem Berglöwen sei für mich rätselhaft. Rückblickend
s für mich inszeniert worden.

Folge der Ereignisse war so rasch gewesen, daß ich gar keine Zeit gehabt hatte,
über die Umstände nachzudenken, in denen ich mich befand.
eim Aufschreiben
meiner Notizen waren mir dann Zweifel gekommen, ob ich den Berglöwen wirklich
gesehen hatte. Meine Erinnerung an den trockenen Zweig war noch frisch, »Es war
ein Berglöwe«, sagte Don Juan mit Nachdruck. »War es ein wirkliches Tier aus
Flei
Ich sagte, der Verdacht sei mir gekommen, weil alles so reibungslos abgelaufen war.
muß das sein.
Ein Krieger hingegen ist ein Jäger. Er stellt alles in Rechnung. Das ist die Kontrolle,
die er hat. Aber
obald seine Berechnungen durchgeführt sind, handelt er. Er läßt
sich gehen. Das ist die Selbstvergessenheit. Ein Krieger ist kein Blatt im Wind.
Diese Einstellung gefiel mir, auch wenn ich sie für unrealistisch hielt. Sie erschien mir
für die komplizierte Welt, in der ich lebte,
Er lachte über meine Einwände, und ich beharrte darauf, daß die Stimmung eines
überleben. Und das hast du sehr gut gemacht.
in die Berge. Don Juan hatte Kalebassen mit Nahrung und Wasser
mitgenommen. Wir aßen im Auto, bevor wir zu Fuß weitergingen.
keinen Plan. Kraft jagen und Wild j
a
wolkiger Tag, und es sah nach Regen aus. Ich sah die niedrigen Regenwolken und
dienen,
zu offen als Schlupfwinkel für Ratten und zu windig für Insekten. Er lachte und sagte,
der Platz sei ideal für Menschen, denn kein anderes Lebewesen könne es dort
aushalten.
»Ich bin so jung, wie ich sein will«, sagte er. »Auch das ist eine Form der
vollbringen. Wenn du hingegen die Kraft vergeudest, dann wirst du im
als ans Schreiben. Irgendwann würde er mich anstubsen und dann sollte ich in die
Richtung schauen, die er mir mit den Augen weist. Er mahnte mich, kein Wort zu
sagen, ganz gleich, was ich sehen würde. Nur er könne ungestraft
sprechen, weil er
mit allen Kräften in diesen Bergen bekannt sei.
Ich befolgte seine Anweisungen und schrieb länger als eine Stunde. Ich war ganz in
meine Arbeit versunken. Plötzlich spürte ich eine leichte Berührung am Arm und sah,
wie Don Juan mit dem Ko
Stimme ins Ohr, daß es selbst auf diese kurze Entfernung kaum hörbar war:
r schweifen, aber sieh sie nicht direkt
an. Zwinkere mit den Augen, aber richte sie nicht starr auf den Nebel. Wenn du in der
den Blick von links nach rechts über die Nebelba
e
zum Ausgleich, so weit ich konnte, nach links gegen Don Juan zu lehnen.
Plötzlich rückte Don Ju
an von mir ab, und ohne diese Stütze seines Körpers fiel ich
zu Boden. Der Aufprall auf dem Boden stellte mein Gleichgewichtsgefühl wieder her.
Ich lag auf einer ebenen Stelle. Ich begann, tastend meine unmittelbare Umgebung
zu erkunden.
Ich spürte trocken
e Blätter und Zweige.
Plötzlich zuckte ein Blitz auf, der die ganze Gegend erhellte. Ich sah Don Juan zu
meiner Linken stehen. Hinter ihm sah ich riesige Bäume und eine Höhle.
Don Juan sagte, ich solle in die Höhle gehen. Ich kroch hinein und lehnte mich m
it
zuflüsterte, ich solle ganz still bleiben.
Beinen zu meiner Linken saß. Die Höhle war ein
e konkave Gesteinsformation, groß
laut do
nerte. Don Juan fügte hinzu,
ich solle die Richtung feststellen, aus der das Geräusch kam, und dorthin blicken.
efand
mich nicht in einer Höhle, sondern unter dichtem Gebüsch. Für einen Augenblick
Stück Land zwischen zwei niedrigen, mit Gebüsch bestandenen Hügeln. Zu meiner
einen Pfad im Walde gesehen hatte, stand ein riesiger Busch.
Ich weigerte mich zu glauben, was ich sah. Angesichts der Unvereinbarkeit dieser
beiden Versionen von Realität rang ich um
eine Erklärung. Ich überlegte, es sei doch
gut möglich, daß ich so fest geschlafen hatte, daß Don Juan mich, ohne mich zu
wecken, auf dem Rücken an einen anderen Ort hatte tragen können. Ich untersuchte
die Stelle, wo ich geschlafen hatte. Dort war der Bo
Stelle daneben, wo Don Juan gesessen hatte.
Ich rief ein paarmal nach ihm, dann befiel mich Angst und ich brüllte seinen Namen,
so laut ich konnte. Er kam hinter den Büschen hervor. Sofort war mir klar, daß er
orging. Er lächelte so hintergründig, daß ich schließlich selbst
lachen mußte.
mit dem heraus, was mich bedrückte. So genau wie möglich beschrieb ich jede
Einzelheit
meiner die ganze Nacht währenden Halluzinationen. Er hörte zu, ohne
mich zu unterbrechen. Doch er konnte keine ernste Miene behalten und fing
mehrmals an zu lachen, beherrschte sich aber sofort wieder. Drei
oder viermal bat
ich ihn um Erklärungen. Er schü
ttelte nur den Kopf, als sei die ganze Sache auch ihm
unb
e
»Aber wieso weiß man mit Sic
est, war kein Spaß und keine Posse. Du hattest eine
Begegnung mit der Kraft. Der Nebel, die Dunkelheit, der Donner, die Blitze und der
Regen

das alles waren Teile eines großen Gefechts der Kraft. Du hattest Glück,
wie nur ein Narr es haben kann. Ein Krie
Ich wandte ein, daß der ganze Vorgang kein Gefecht der Kraft gewesen sein könne,
»Das hier, was wir sehe
n, das ist real«, sagte ich und wies auf die Umgebung.
»Aber das war auch die Brücke gestern abend, auch der Wald und alles andere.«
»Kannst du mir ihre Bedeutung nicht verraten, Don Juan?« »Nein. Diese Szenen
e, persönliche Eroberung, die du mit niemanden teilen kannst. Aber
was gestern abend geschah, war nur der Anfang, ein Geplänkel. Das wirkliche
anderen Seite?«
»Nur du wirst da

eine
Unendlichkeit. Wenn du also versuchst, es herauszufinden, dann tust du in
Wirkli
tat; aber trotz meiner Dummhe
it speicherte ich genügend Kraft, und eines Tages ließ
meine persönliche Kraft die Welt einstürzen.«
d
du weißt, was es heißt, die Welt anzuhalten, erkennst du den Grund dafür. Siehst du,
einstürzen zu lassen und sie dann wieder aufzubauen, um weiterzuleben.« Ich
meinte, er könne mi
r vielleicht am einfachsten helfen, wenn er mir ein Beispiel für
diesen besonderen Grund, die Welt einstürzen zu lassen, nennen würde.
Er schwieg eine Weile. Er schien zu überlegen. »Das kann ich dir nicht sagen«,
sagte er. Eines Tages wirst du trotz allem
vielleicht genügend persönliche Kraft gespeichert haben, um dir diese Frage selbst
zu beantworten.
ziehen und selbst Kraft zu speichern.
Kampf erfordert, um in der Welt der Kraft man selbst zu sein.« Don Juan blickte zum
Westen, und über den Bergen
Unterbrechung.
an schlief wieder ein und wachte erst auf, als der von den Bergen
en Bergen
hinab finden würde. »Lauf, Hase, lauf!« schrie Don Juan und stieß mich sacht
bergab.
h begrüßte ihn. Er kicherte, schüttelte mir mit
clownesker Gebärde die Hand und begrüßte mich zeremoniell.
»Wir werden einen kleinen Ausflug machen«, sagte er. »Du wirst uns zu einem ganz
besonderen Platz fahren, um Kraft zu suchen.« Er entrollte zwei Trag
direkt hinter einem riesigen Felsen geparkt, der den Wagen gegen die Sicht
umher. Ich wollte die
Umgebung erforschen, denn ich hatte keine Ahnung, wo ich mich befand. Aber Don
weiche
m Sand gingen. Don Juans Füße sanken ein und hinterließen tiefe Spuren. So
gingen wir mehrere Stunden, bis Don Juan haltmachte. Er blieb nicht plötzlich
stehen, sondern warnte mich im voraus, daß er stehenbleiben würde, damit ich nicht
gegen ihn stieße. De
Steigung hinauf.
n auf dem Hügel war nichts,
was auch nur entfernt dieser Pflanze ähnelte. Und doch mußte dies die Stelle sein,
an der ich sie gesehen hatte. Jeder andere Platz lag von dort, wo Don Juan stand,
außerhalb des Gesichtskreises.
Ich gab die Suche auf und kehrte
zum anderen Hügel zurück. Don Juan lächelte
wohlwollend, als ich meinen Irrtum erklärte. »Warum nennst du es einen Irrtum?«
»Und was sahs
t du nun statt dessen?« »Nichts.«
An der Stelle, an der ich die Pflanzen zu sehen geglaubt hatte, gab es absolut keine
Er erl
ich würde tot umfallen. Don Jua
n hatte kleine Zweige abgebrochen und den Kreis
damit ausgelegt. Er reichte mir ein paar Blätter und sagte, ich solle sie unter meine
Hose, in der Nabelgegend auf die Haut legen. Er sagte, sie würden mich wärmen, ich
brauchte daher zum Schlafen keine Decke
Entscheidung, weder deine noch meine.
den du liebst; all dies um uns her steht
unter deiner Obhut. Du mußt auf all dies gut aufpassen, und all dies wird wiederum
sagte er ja. Ich lachte und erzählte ihm, d
aß das, was wir hier taten, mich daran
erinnerte, wie die Spanier, als sie die Neue Welt eroberten, das Land im Namen ihres
Königs aufteilten. Sie stiegen auf einen Berggipfel und beanspruchten alles Land,
das sie in einer Richtung überblicken konnten.
»Da
kannst, nicht nur in einer Richtung, sondern rund um dich her.«
Er stand auf und wies mit der Hand im Kreis, wobei sein Körper eine volle Drehung
rt dir«, sagte er. Ich lachte laut auf.
Er kicherte und fragte: »Wieso denn nicht? Wieso kann ich dir nicht dieses Land
»Na und? Den Spaniern gehörte es auch nicht, und trotzdem teilten sie es auf und
gabe
seinem Lächeln verbarg. Er explodierte vor Lachen und wäre beinahe vom Felsen
hinabgestürzt. »All das Land, so we
it du sehen kannst, gehört dir«, fuhr er, immer
noch lächelnd, fort. »Nicht zum Gebrauch, aber zur Erinnerung. Dieser Gipfel aber
Ich lachte, aber Don Juan schien es ganz ernst zu meinen. Abgesehen von seinem
lustigen Lächeln, schien er wirklich zu glauben, daß er mir diesen Gipfel schenken
könne. »Warum nicht?« fragte er, als habe er meine Gedanken gelesen. »Ich nehme
ihn an«, sagte ich halb scherzend. Sein Lächeln verschwand. Er kniff die Augen
»Jeder Fels und jeder Kiesel und jeder Busch auf diesem Berg, besonders hier auf
dem Gipfel, steht unter deiner Obhut«, sagte er. »Jeder Wurm, der hie
Freund. Du kannst sie benutzen und sie können dich benutzen.«
Wir schwiegen einige Minuten. Meine Gedanken flossen ungewöhnlich träge.
mich war, aber ich war
schwer zu fassen. Nie hatte ich ähnlich über das Sprechen gedacht, und als ich mir
urde, begann ich schnell zu reden.
»Aber was kann ich mit diesem Berg anfangen, Don Juan?« »Verankere jede
kommen wirst. Dies ist der Platz, wo du Kräften begegnen wirst, wo dir ei
Geheimnisse offenbart werden.
daß ich hätt
Nüchternheit und meine Fassung wieder. Ich ließ mich auf den Boden fallen, und er
immer ins Reich der jungen Sonne.« »Warum ist dies so, Don Juan?«
bestimmten Busch, den du anschauen mußt, bis er einen festen Platz in d
einem
Gedächtnis hat. Durch das Träumen kannst du hierher zurückkehren, indem du dich
an diesen Busch oder an den Felsen erinnerst, auf dem wir saßen, oder indem du
o
ihm Geheimnisse offenbart wurden, einen Platz, wo er seine persö
liche Kraft
gespeichert hat.
diesen Platz seiner Liebe zurückzukehren, um sie dort zu speichern. Er errei
entweder durch eine Wanderung oder durch das Träumen.
des Todes an seiner linken Schulter spürt, dann fliegt sein immer bereiter Geist an
dort tanzt der Krieger in den Tod.
Jeder Krieger verfügt über eine bestimmte Figur, eine bestimmte Haltung der Kraft,
die er im Laufe seines Lebens entwickelt. Es ist eine Art Tanz. Eine Bewegung, die
er unter dem Einfluß seiner persönlichen Kraft ausführ
t.
Wenn ein sterbender Krieger nur beschränkte Kraft hat, dann ist sein Tanz kurz;
Lichtes übrig. Am Morgen zu re
sen hat keinen Reiz für dich. Aber deine Sache ist
die sterbende Sonne, mattgelb und reif. Du liebst nicht das Feuer, du liebst die Glut.
Und so wirst du hier auf diesem Gipfel am Ende des Tages in den Tod tanzen. Und
962
Don Juans Blick drückte Bestürzung aus. Er hielt eine Tüte mit Lebensmitteln in der
sagen. Also war meine Zeit auf Erden noch nicht um, und ich starb nicht. Als dies
geschah, hatte ich nur beschränkte Kraft, und ich verstand die Pläne
meines Todes
nicht, daher glaubte ich, ich würde sterben.«
»Was ist persönliche Kraft?«
nach Kraft jagt, und ich lehre dich, sie zu jagen und zu speic
es dir schwer, dich überzeugen zu lassen. Du mußt glauben, daß man sich der
persönlichen Kraft bedienen kann und daß es möglich ist, sie zu speichern, aber
bislang bist du noch nicht überzeugt.«
lachte.
»Das ist nicht die Art Überzeugung, von der ich spreche«, sagte er. Er schlug mich
zwei
nicht über mich lustig zu mach
en, weißt du?«
umsonst

würden mit dem Auto fahren, daher stand ich auf und ging zu meinem Wagen, aber
dem Leib springen. Ich legte mich auf den Rücke
Don Juan lachte laut auf und rollte mich eine Weile hin und her. Diese Bewegung half
körperliche Leistungsfähigkeit einflößte.
»Ich versuche schon die ganze Zeit, dich darauf aufmerksam zu machen«, sagte er.
»Du bist überhaupt nicht alt, Don Juan!« »Natürlich nicht. Ich versuche ja, es dich
merken zu lassen.« »Wie machst du das nur?«
ich gut, das ist alles. Ich gehe sehr gut
mit mir um, daher habe ich keinen Grund, mich müde oder unwohl zu fühlen. Das
hinzu, ich suche die ganze Gegend zwar systematisch, aber so langsam ab, daß ich
elbst wisse, wo er sei,
meinte er, daher sei es mir nicht möglich, zu improv
i
sieren. »Was soll ich statt
dessen tun?« fragte ich. Don Juan hieß mich niedersitzen. Dann pflückte er von
mehreren Büschen jeweils ein einziges Blatt und gab sie mir. Er befahl m
ir, mich auf
den Rücken zu legen, den Gürtel zu lockern und die Blätter in der Nabelgegend auf
die Haut zu legen. Er übe
mit beiden Händen gegen den Körper zu drücken. Dann befahl er mir, die Augen zu
s
weder die Blätter loslassen, noch die Augen öffnen, noch versuchen, mich
hohes Fieber zu haben und gab mir alle Mühe zu begreifen
, wodurch Don Juan dies
bewirkt hatte. Don Juan ging hinter mir her. Plötzlich stieß er einen Schrei aus, der
i
cher Lärm die unfreundlichen
r
wollte feststellen, ob ich dieses Gefühl des Schwebens tatsächlich spür
en konnte,
doch ich schlief ein.
Blätter, sondern die Kraft.« »D
ganz richtig ist. Kraft ist nichts, was einem einzelnen gehört. Einige Menschen
können sie sammeln und sie dann direkt einem anderen weitergeben. Du siehst
Geheimnis der gespeicherten Kraft liegt darin, daß sie nur benutzt werden kann, um
einem anderen zu helfen, Kraft zu speichern.« Ich fragte ihn, ob dies bedeute, daß
geduld
offenem Mund an. Als er meine Überraschung erkannte, verbarg er ein L
ä
in die Ferne. Ich nahm an, er wollte, daß ich auch aufstand und schaute. Ich
energisch zurück.
fuhr er mit milderer Stimme fort: »Du wirst es heute nacht schwer haben, und du wirst
schone dich für später.«
aber sein Rückgrat war du
rchgestreckt. Auch seine Knie waren leicht gebeugt.
Er ging langsam vor mir her, und so konnte ich feststellen, daß er bei jedem Schritt
das Knie fast bis zur Brust hob. Dann rannte er davon und kehrte wieder zurück. Mir
war unbegreiflich, wie er in völlig
Gangart der Kraft dient dazu, nachts zu laufen«, flüsterte er mir ins Ohr.
Er forderte mich auf, es selbst zu versuchen. Ich sagte, ich sei sicher, ich würde in
und mir die Beine brechen. Don
Juan sagte ganz ruhig, die Gangart der Kraft sei völlig sicher.
auf der Stelle. Dabei hob er die Beine so an,
daß ich an die Lockerungs
Dann forderte er mich auf, ihm zu folgen. Ich tat es mit größtem Unbehagen. Ich gab
mir alle Mühe, zu sehen, wohin er trat, aber
es war mir unmöglich, Entfernungen zu
schätzen. Don Juan kam zurück und trabte neben mir her. Er flüsterte, ich müsse
die ich besaß, sonst sei ich unfähig, mich frei und gel
öst zu bewegen: die Dunkelheit
lahme mich nur, weil ich mich bei allem, was ich tat, nur auf meine Augen verließ,
ohne zu wissen, daß es auch eine andere Möglichkeit gab, nämlich sich von der
Ich versuchte es mehrmals ohne Erfolg. I
ch konnte mich einfach nicht lockern. Die
konnte, wie er sich bewegte. Er stieß mich sogar
vorwärts und brachte mich dazu,
Wenige, das ich von der »Gangart der Kraft« gelernt hatte, müsse eben
angesichts
on,
der mir ein Frösteln über den Rücken jagte.
Er sagte, es sei nicht wichtig, daß ich mit ihm Schritt hielte, denn er werde mir von
Zeit zu Zeit mit jeweils vier einanderfolgenden Eulenrufen ein Signal geben, damit ich
ihm folgen könne. Ich schlug vor,
ir sollten bis zum Morgengrauen hier in den
teine gegeneinander geschlagen. Ich
lauschte angespannt und nahm eine Reihe leiser Geräusche wahr, so als würden
zwei Steine ganz leicht gegeneinander geklopft. Dann ertönte erneut ein Eulenruf,
und nun wußte ich, was Don Juan gemeint hatte. Irgendwie war
er wirklich melodiös.
Er war entschieden länger und noch weicher als der einer echten Eule. Mich
Im nächsten Augenblick bemerkte ich abermals ein gewisses Flimmern oder eine
Wahrnehmung, sondern eher ein Gefühl, und doch
war ich so gut wie sicher, daß ich
es mit den Augen wahrnahm. Es bewegte sich schneller als ich, und wieder kreuzte
Diesmal fiel ich nicht, und sonderbarerweise ärgerte ich mich da
mich in helle Panik. Ich versuchte, mein Tempo zu beschleunigen. Ich wollte selbst
einen Eulenschrei ausstoßen, um Don Juan wissen zu lassen, wo ich mich
befand,
aber ich wagte nicht, seinen Anweisungen zuwider zu handeln.
war so sehr von Angst gepackt, daß ich keinerlei Gedanken im Kopf hatte, als ich
durch die Dunkelheit raste. Meine Furcht schien eine körperliche Empfindung zu
sein, die nichts mit meinem Denken zu t
un hatte. Dieser Zustand erschien mir sehr
mich, weil wir nun außerhalb des Gefahrenbereichs waren. Ich hatte beinah den
Rand diese
Ich blickte angestrengt auf die dunkle Fläche vor mir, aber ein plötzliches Rascheln
zu meiner Linken ließ mich rechtzeitig herumfahren, um einen schwarzen
ls die Umgebung, wahrzunehmen, der neben mir herrollte
oder glitt. Ich keuchte und sprang davon. Ich hörte ein Schnappen, so als schmatzte
dunkleren Fläche hervor. Sie war rech
Vertraute Vorrang genießt. In der Dunkelheit dagegen ist alles gleich fremd, und nur
Wesen.«
»Aber sind sie real, Don Juan?«
»Natürlich. Sie sind so real, daß sie gewöhnliche Menschen töten, besonders solche,
die in der Wildnis umherstreifen und keine persönliche Kraft haben.«
gelassen?«
»Es gibt nur einen Weg, um zu lernen, und das ist die Praxis. Über die Kraft nur zu
reden, ist sinnlos. Wenn du wissen willst, was Kraft ist, und wenn du sie speichern
willst, dann mußt d
u dich unmittelbar selbst auf alles einlassen.
Der Weg des Wissens und der Kraft ist sehr schwierig und sehr lang. Vielleicht hast
du bemerkt, daß ich dich gestern nacht nicht allein in die Dunkelheit gehen ließ. Du
hattest nicht genügend Kraft, um das zu
n den hohen Bergen. Da die natürlichen Wohnsitze der Wesen der
Nacht Felsen und Schluchten sind, darfst du von nun an nicht in die Berge gehen,
persönliche Kraft aufspeichern?« »Das
empfohlen habe. Nach und nach wirst du all deine undichten Stellen verstopfen. Du
bemerkbar zu sein, wenn sie gespeichert wird.«
rklären, wie er zu dem Schluß gelangt war, daß es für mich
vereinigen. Besonders die Tür, die du sa
dein Ende gewesen.«
Ich erwähnte vorsichtig, daß ich es für seltsam hielt, daß solche Dinge immer
geschahen, wenn er dabei war, ja, es
sei geradeso, als hätte er selbst all diese
n
der und all die Schrecken dieser geheimnisvollen Welt umfassen könnte. Daher
ist deine Art, nichts und niemand wirkl
ich ernst zu nehmen, einfach windig; sie
Wind. Dein Körper kennt die Gangart der Kraft und kann es nicht erwarten, sie zu
erprobe
Freund bin.«
»Ich habe dir ges
führen lassen. Sachte schob er mich in den Chaparral. Ich ging einen Augenblick
zi
ellos dahin, und dann stand ich davor. Ich glaubte, ich müsse mir wohl unbewußt
die Richtung gemerkt haben, in die Don Juan es geworfen hatte. Er erklärte das
Ereignis, indem er sagte, ich sei direkt auf das Notizbuch zugegangen, weil mein
-
erwähnen
oder auch nur darüber nachdenken.
n
stellung zu anderen immer durch
eine gewisse gespielte Forschheit und Kühnheit verschleierte.
»Ri
chtig«, sagte Don Juan. »Du magst dich überhaupt nicht.« Er lachte und sagte, er
habe, während ich sprach, »gesehen«. Er empfahl mir, nichts zu bereuen, was ich
Ich widersprach ihm. Doch er blieb dabei, daß Wohlsein eine Errungenschaft sei, die
Desorientierung, Unwohlsein und Verwir
rung.
Er lachte und versicherte mir, um das Kunststück zu vollbringen, mich selbst in einen
gar nicht in den Bergen befand, sondern daß es ein gelblich
-
das von einem hohen Kaktus vor mir herabhing.
April 1962
Tümpeln stand
erblickte ich eine weitere Lichtfläche und dann, an andere

bis der ganze Canyon mit großen Lichtflecken übersäht war. Mir wurde
schwindlig; selbst wenn ich die Augen schloß, konnte ich die strahlenden Lichter
überhängende Klippe zu kriechen, aber Don Juan packte mich fest am Arm und
befahl mir eindringlich, ich solle die Bergflanken ansehen und versuchen, tiefdunkle
Glanz mei
wie eine Zeitlang durch ein Fenster auf die sonnenbeschienene Straße zu blicken;
dann sehe man hinterher den dunklen Umriß des Fensterrahmens überall.
Don Juan wiegte den Kopf hin und
her und begann zu kichern. Er ließ meinen Arm
erforderliche Tun kennst«, sagte er. »Um nun die Welt anzuhalten, mußt du jedes
»Das ist ei
Dann schlug er vor, ich solle den Kiesel nehmen und ihn irgendwo begraben.
»Warum?« fragte ich.
sich nicht die Mühe, zu handeln, oder er glaubt nicht an das, was er tut. Ein Krieger
hingegen handelt in beiden Fällen. Wenn die Dinge als
wahr gelten, dann handelt er,
um zu tun. Wenn die Dinge als unwahr gelten, dann handelt er trotzdem, um nicht
lustige
Stimmung. Ich konnte in dem, was er sagte, keinen Sinn e
r
»Das war genug«, sagte er. »Du kannst diese Übung ein andermal ausführen, wenn
Aber bevor ich dies tun konnte, erklärte er, daß es unendlich viele Linien gebe, die
uns mit den Dingen verbinden. Die Übung des »Nicht
ge
»Siehst du, was ich meine?«, sagte Don Juan und wandte die Augen ab.
Ich erzä
» Nicht
zu verstehen, sondern es zu beherrschen. Das Sehen ist natürlich die höchste
Vollendung eines Wissenden, und zum Sehen gelangt man nur, wenn man durch die
Ich lächelte unwillkürlich. Ich hatte nicht verstand
en, was er meinte.
»Wenn man es mit Menschen zu tun hat«, sagte er, »sollte man sich nur bemühen,
m
den Schatten eine Bewegung?« fragte ich. »Man könnte sagen, daß es Bewegung in
oder man könnte sagen, daß Gefühle von ihne
n ausgehen.« »Aber wie können
Gefühle von Schatten ausgehen, Don Juan?«
»Wenn man glaubt, daß Schatten nichts als Schatten sind, so ist das Tun«, erklärte
er. »Dieser Glaube ist töricht. Stell es dir folgendermaßen vor: Mit allen Dingen der
Welt hat es so
viel mehr auf sich, daß es auch mit den Schatten mehr auf sich haben
muß. Was sie zu Schatten macht, ist ja lediglich unser Tun.« Ein langes Schweigen
benu
Schatten ausgehendes Gefühl wahrnehmen. Ich machte eine Bemer
hineinzuver
st du
auch im Träumen Fortschritte machen. Der Trick besteht darin, daß du nicht aufhörst,
deine Hände zu suchen, selbst wenn du nicht glaubst, daß das, was du tust, einen
Sinn hat. Ich sagte dir ja schon, ein Krieger braucht nicht zu glauben, denn solange
er agiert, ohne zu glauben, handelt es sich um Nicht
»Mehr kann ich dir über das Träumen nicht sagen«, fuhr er fort. »Alles, was ich noch
zu sagen wüßte, ginge nur ums Nicht
n wirst du selbst wissen, was du beim Träumen tun sollst. Doch im
Augenblick kommt es darauf an, daß du deine Hände findest, und ich bin sicher, daß
»Ich weiß nicht. Don Juan, ich habe kein Vertrauen zu mir.« »Es geht nicht darum,
da
vielleicht durch den Einfluß eines würdigen Ge
g
trotzdem möchte ich mich ändern, aber ich weiß nicht wie. Ich bin so unzulänglich.«
um
dieses Tun zu beeinflussen, empfehle ich dir, ein anderes Tun zu lernen. Ich möchte,
daß du dich von heute an acht Tage lang belügst. Statt dir die Wahrheit zu sagen,
daß du so häßlich und miserabel und unzulänglich bist, wirst du dir sagen, daß du
das
hoffnungsloser Fall bist.« »Aber welchen Sinn hat es, sich so zu belügen, Don
Juan?« »Es könnte dazu führen, daß du von einem anderen Tun abhängig wirst, und
erkennen, daß beide Arten des Tuns Lügen sind und unwirklich,
und daß es Zeitverschwendung ist, dich an das eine wie an das andere zu hängen,
zu erreichen, das ist das N
Proviant erschöpft hatten und daß es Zeit war, nach Hause zurückzukehren. Ich
bemerkte beiläufig, daß wir mind
estens einige Tage brauchen würden, um zu seinem
Haus zu gelangen. Er sagte, er wolle nicht nach Sonora zurückfahren, sondern in
eine Stadt an der Grenze, wo er ein paar Angelegenheiten zu besorgen hatte.
Ich glaubte, wir würden unseren Abstieg durch den
assercanyon beginnen, aber
Don Juan brach nach Nordwesten über die Hochplateaus der Lavaberge auf. Nach
zwischen den beiden Gipfeln aussah.
Es war ein heißer Tag, das Sonnenlicht prallte auf die verfestigte Lava. Ich behielt
ich ihn, wonach ich im einzelnen ausschauen sollte. Er unterbrach mich mit einer
ung
eduldigen Handbewegung.
Ich wollte schlafen. Ich schloß halbwegs die Augen. Sie juckten, und ich rieb sie,
und plötzlich
stand der ganze Berg in Flammen.
schüt
das Sonnenlicht und erlosch plötzlich ganz. Die Berge wurden zu einer stumpfen
und gleichzeitig wurde es windig und kalt.
Ich drehte mich um, um festzustellen, ob die Sonne hinter einer Wolke verschwunden
Wenn ich mich umdrehte, sagte er, würde ich wo
möglich eines der Wesen der Berge
der Kraft oder als einen Ort
auszuwählen, an dem sich vielleicht Kraft
Wir überquerten einen Hügel, und als wir den Gipfel erreichten, entdeckte
ich vier Männer, die sich uns von Süden her näherten. Ich sah Don Juan an. Auf
unseren Exkursionen waren wir nie Me
e eines Zauberers, und
wenn sich mehrere gemeinsam auf die Suche nach Kraft
im Mittelpunkt Rücken an Rücken sitzen zu lassen. Einer der jungen Männer fra
mich, ob ich selbst schon Kristalle gefunden hätte. Ich sagte ihm, daß Don Juan mich
nahe bei einem großen Felsblock und fing an, ein Feuer zu entfachen. Keiner der
Leute versuchte, ihm behilflich zu sein, vielmehr schauten sie ihm
Geber
rten. Der verwegenste von ihnen, jener, der mich anfangs
angesprochen hatte, lachte laut. Ich bemerkte, daß Don Juan wieder mit gekreuzten
wieder gekreuzt. Ich versuchte, una
uffällig eine entspannte Haltung einzunehmen,
aber in meinem rechten Knie war offenbar ein Nerv verklemmt oder ein Muskel steif
streifte, nicht zur Kommunion gegangen sei.
bedeckten ih
r Gesicht mit den Händen und kicherten nervös.
versammeln, denn sie machten alle gleichzeitig eine plötzliche Bewegung. Sie
Ic
h konnte nicht feststellen, wie er ging. Offenbar hatte er sein Knie angewinkelt, um
einen Mann mit einem Holzbein zu mimen; als er sich umdrehte, um hinter den
Felsen zu gehen, hätte ich sein angewinkeltes Bein sehen müssen, aber ich war
durch sein Benehm
fast wie eine Mönchskutte aussah.
»Das stimmt«, sagten die anderen.
Miene an.
Ich sagte ih
nen, wir müßten gründlich und ganz leise besprechen, was geschehen
war, und ich sei sicher, Don Juan wolle, daß wir dies lösten und habe uns deshalb
nicht sicher, worum es sich dabei handelte. Er fügte hin
zu, Don Juan sei bestimmt
f
Stimme mit, wie of
t ich aus dem Gleichgewicht kam. Schließlich blieb er stehen.
führte mich zu der Stelle, wo wir das Auto zurückgelassen hatten.
Ich war hungrig, fühlte mich aber ansonsten gestärkt und gut ausgeruht.
Wir aßen ein paar Kekse und tranken einige Flaschen Mineralwasser, die ich im Auto
hatte. Ich wollte ihm einige Frage
r legte den
Finger an den Mund.
Gegen
Nachmittag waren wir in der Grenzstadt angelangt, in der ich ihn, auf seine
n Sachen kommen. Aber sie sind im Grunde gar nicht
sonderbar. Sie sind es nur für diejenigen, die im Tun gefangen sind.«
»Stell mich doch auf die Probe, Don Juan, bitte.« »Sagen wir, wenn wir geboren
kleine Ring tritt beinah sofort in Aktion. Jeder von uns ist also schon von Geburt an
angeschlossen, und unsere Kraftringe sind mit denen aller anderen verbunden. Mit
anderen Worten, unsere Kraftringe sind an das Tun der Welt an
geschlossen, damit
die Welt entsteht.« »Gib mir doch ein Beispiel, damit ich es verstehe«, sagte ich.
diglich wissen: Hatte er ein Piratenkostüm angehabt
oder nicht?
fähig, das ungewöhnliche Leben
eines Zauberers zu leben, weil ich kein Indianer war.
»Wenn ich mich von allen meinen Verpflichtungen losmachte, könnte ich vielleicht in
deiner Welt besser bestehen«, sagte ich. »Oder wenn ich mit dir in die Wildnis gehen
u
»Du
bist ein Mensch dieser Welt. Und dort draußen, in dieser Welt, ist dein
Jagdgrund. Wir haben keine Möglichkeit, dem Tun unserer Welt zu entfliehen, und
Krieger, daß die Welt geschaf
fen ist, um benutzt zu werden. Darum benutzt er jedes
Stück von ihr. Ein Krieger ist wie ein Freibeuter, der keine Skrupel hat, alles, was er
will, zu nehmen und zu benutzen, nur daß es dem Krieger nichts ausmacht und er
nicht beleidigt ist, wenn er selbst
»la
Catalina«, und wenn es das war, was er meinte, dann hatte er recht, dann wußte
scheues, kleines Mädchen und bedeckte ihren Mund mit der Hand. Irgendwie war ich
ganz entzüc
gelegenen Platz
am Fuß des Hügels. Don Juan reinigte eine kreisförmige Stelle von
-
Dorfladens, er habe von einem Händler in Ciudad Obregon einen Plattenspieler und
nzig Schallplatten für die Fiesta ausgeliehen, die er am Abend zu Ehren der
Jungfrau von Guadalupe geben wolle. Er hatte bereits jedem erzählt, daß er mit den
wandte er sich an eine größere Gruppe von Yaqui
-
die sich vor dem Laden versammelt hatten und gab ihnen Zeichen der Verzweiflung
und Frustration, indem er die Hände entsprechend bewegte oder das Gesicht zu
Grimassen verzog. Schließlich verfiel Ju
lio darauf, ein Geldpfand zu verlangen. Dies
beschwor einen weiteren langen Streit herauf, was eine beschädigte Schallplatte sei.
werden müsse, zum Neuwert. Der Ladeninhaber w
urde immer wütender und fing an,
die Verlängerungskabel herauszureißen. Er schien nicht abgeneigt, den
Plattenspieler abzustellen und das Fest abzusagen. Seinen vor dem Laden
versammelten Kunden machte er klar, daß er sein Bestes versucht hatte, um mit
Jul
das Fest scheitern, bevor es begonnen hatte.
paar abfällige Bemerkungen über die traurigen Verhäl
tnisse der Yaquis, die nicht
einmal ihr höchstes religiöses Fest, den Tag der Jungfrau von Guadalupe, begehen
ller
Lautstärke abgespielt wurden. Es gab vier junge Mexikaner, die mit der Tochter des
Ladeninhabers und drei anderen jungen Mexikanerinnen tanzten. Die Yaquis tanzten
recht gu
t zu erkennen. Blas’ Haus war nicht mehr fern, und ich beschleunigte meinen
Schritt. Dann bemerkte ich den dunklen Umriß eines Menschen, der links von mir an
der Wegbiegung saß oder hockte. Einen Augenblick meinte ich, es könnte einer der
Teilnehmer des Fe
buchstäblich am ganzen Körper die Ha
a
ich wie gelähmt.
Dann begann ich schneller zu gehen. Ich sah mich kurz um. Ich erkannte, daß die
geweckt.
Dann verlangte er, ich solle so genau wie möglich den Schrei wieder
geben, den ich
gehört hatte, nachdem ich »Buenas noches« gesagt hatte.
in Leben strategisch. Er
würde nur dann an einem Fest oder an einer so
chen Zusammenkunft teilnehmen,
wenn seine Strategie dies verlangte. Natürlich hätte er dann die volle Kontrolle über
twendig hält.«
Er fixierte mich und lächelte. Dann bedeckte er sein Gesicht mit den Händen und
»Du bist in einer schrecklichen Falle«, sagte er. »Deine Gegnerin ist dir auf der Spur,
rauflos handeln. Diesmal
diesem Tun gibt es nur Handlungen.«
Gedanken durch den Kopf. Einerseits stand fes
Catalina stattgefunden hatte, als ich ihr das erstemal entgegentrat, durchaus real
mich tatsächlich verfolgte. Andererseits konnte
ch nicht begreifen, wie sie mich
verfolgte, und das veranlaßte mich zu dem schwachen Verdacht, daß Don Juan mich
Wagen, und Don Juan dirigierte mich zur Hauptstraße und dann auf eine breite,
unbefest
Lastwagen und Traktoren hatten tiefe Spuren eingegraben, und mein Wagen hatte
So fuhren wir langsam
Straßenbelag diente, hatte sich durch die Regenfälle mit Erde vermischt, und so
stießen immer wieder trockene Schlammklumpen gegen den Boden meines Wagens
und verursachten laute, explosionsartige Ger
winkten uns zu. Ich war nicht sicher, ob ich sie kannte. Wir überquerten die Brücke,
und die Straße machte einen leichten Bogen.
»Das ist das Hau
s der Frau«, flüsterte Don Juan mir zu und wies mit den Augen auf
ein weißes Haus, das von einem hohen
szaun
Er forderte mich auf, einen U
-
anzuhalten und zu warten, ob die Frau so miß
war nach Hause gefahren, hatte meine
Aufzeichnungen aus den Anfängen meiner Lehrzeit durchgesehen, und auf
unerklärliche Weise hatte ein völlig neues Gefühl von mir Besitz ergriffen, obgleich
dieses mir nicht voll bewußt geworden war, bis ich nun Don Genar
schwimmen sah.
Der Akt des Auf
-
Taten, die er vor meinen Augen vollbracht hatte, in nichts nachstand, setzte in dem
Augenblick ein, als er mit dem Gesicht nach unten lag. Zuerst lach
te er so sehr, daß
sein Körper wie in Krämpfen bebte, dann begann er mit den Beinen auszuschlagen,
Armbewegung

und Don Genaro begann über den Boden zu gleiten, als läge er auf
einem
Krämpfen, die von der Leibesmitte
ausgingen. Don Genaro legte mir die Hand auf den Bauch, und das krampfartige
Zittern hörte auf.
»Der kleine Carlos übertreibt immer maßlos!« sagte er im Ton gespielter Entrüstung.
Dann fügte er, Don Juans Stimme und Gebahr
en nachahmend, hinzu: »Du weißt
wohl nicht, daß ein Krieger niemals so lacht?« Er parodierte Don Juan so
Mittag wieder. Als sie zurü
viele Helfer nötig gewesen, wi
e sie meiner Überze
u
gung nach keiner von ihnen hätte
auftreiben können. Eine andere Möglichkeit war, daß sie sich mit jemand
abgesprochen hatten, der das Auto aufgebrochen, kurzgeschlossen und
weggefahren hatte. Das jedoch hätte Spezialkenntnisse erfordert
verfügten. Die einzige weitere mögl
i
che Erklärung war, daß sie mich vielleicht
hypnotisierten. Ihre Bewegungen waren für mich so neu und kamen mir so
ir um und sagte: »Komm, wir
wollen Genaro zur Hand gehen.« »Was tut er denn?« fragte ich.
»Er sucht nach deinem Auto«, sagte Don Juan in beiläufigem, sachlichem Ton.
»Um Himmels willen! Wie will er es unter den Steinen finden?« protestierte ich.
»Um Himmel
s willen, warum nicht?« erwiderte Don Genaro, und beide lachten
schallend.
hinabschaute, war am Fuß des Hügels kein Auto zu sehen.
Don Juan und Don Genaro hatten wohl begriffen, was ich vorhatte, und liefen
schallend lachend hinter mir her.
m Fuß des Hügels anlangten, machten sie sich sofort an die Arbeit. Ich
Bald floß auch bei mir der Schweiß in Strömen. Schließlich gelang es uns, den
aufreizender Geduld und Hingabe. »Ne
den Hut festhielt. Dann zog Don Genaro an der Schnur, und das ve
r
tatsächlich. »Schau mal, sc
ein paarmal auf und ab, aber er blieb in der Luft. »Laß den Drachen nicht aus den
Augen«, sagte Don Juan mit Nachdruck.
Einen Augenblick war mir schwindlig. Während ich den Drachen ansah, wurde ich

einfach mechanisch.
Juan und Don Genaro auf dem Rücksitz wie Kinder lachen und
kichern. Ich hörte, wie Don Juan mich fragte: »Kommen wir schon näher?«
hackte hinter dem Haus Feuerholz, Don Genaro aber war nirgends zu sehen. Er
ihn darauf hin, daß es mir gelungen
sei, mich zu beherrschen und Don Genaros »Auf
-
beobachten, ohne irgendwelche Erklärungen zu wünschen oder zu verlangen, doch
meine Zurückhaltung habe mir nicht geholfen, die Vorgänge zu verstehen.
Ich
erzählte ihm weiterhin, daß ich mich nach dem Verschwinden des Autos automatisch
bemüht hätte, nach einer log
schen Erklärung zu suchen, doch auch dies habe mir
nichts genützt. Ich sagte Don Juan, daß dieses Beharren auf Erklärungen nichts sei,
mir eigenmächtig ausdachte, nur um Schwierigkeiten zu machen, sondern es
sei mir so tief eingewurzelt, daß es alle anderen Erwägungen ausspielte. »Es ist wie
k
»Es gibt keine Krankheiten«, sagte Don Juan. »Es gibt nur ein Sich
-
henlassen,
und du läßt dich gehen, indem du versuchst, alles zu erklären. Erklärungen sind in
Bedingungen von logischer Ordnung und Verstehen funktionieren. Ich erinnerte ihn
, daß ich während der Zeit unserer Verbindung eine drastische Verä
derung
meiner Persönlichkeit durchgemacht hätte und daß diese Veränderung nur unter der
s
, umherzuwandern. Plötzlich gewahrte ich links von mir eine kleine
flache Stelle. Sie sah so aus, als hätte der Boden dort eine andere chemische
schließlich nicht mehr mit mir selbst sprach. Dan
n hatte ich eine unangenehme
Empfindung. Das Gefühl schien sich auf meinen Magen zu beschränken und wurde
schon einmal hier gewesen zu sein. Ich sah mich um, um mich zu orientieren, aber
Bodenvertiefungen und
geheimnisvollen Welt, und wie jeder andere war ich ein höchst geheimnisvolles
»Aber es ist mir unbegreiflich, daß ein Coyote sprechen kann«, sagte ich.
wie die Leute uns sagen, daß sie sei.« Wir sahen einander an.
»Gestern wurde die Welt so, wie die Zauberer dir sagen, daß sie sei«, fuhr er fort. »In
dieser Welt sprechen die Coyoten und
, wie ich dir einmal erzählte, die Rehe und die
Klapperschlangen und die Bäume und alle Lebewesen. Doch was ich möchte, ist,
zwischen die Welten schlüpft, zwischen die Welt der
daß es in der Welt der Zauberer kein wünschenswerter Zustand sei, einen Coyoten
Klapperschlange gesprochen hätte, denn Klapperschlangen seien hervorragende
Begleiter.
»Ich an
deiner Stelle würde nie einem Coyoten trauen. Aber du bist anders als ich,
und vielleicht wirst du sogar ein Coyoten
-
»Was ist ein Coyoten
-
»Einer, der eine Menge von seinen Coyoten
-
Fragen stelle
n, doch er gebot mir durch eine Geste Einhalt.
»Du hast die Linien der Welt gesehen«, sagte er. »Du hast ein leuchtendes Wesen
haben, zurück zum Haus.« »Aber wie konnte er mich zwingen, die Welt so zu sehen,
wie die Zauberer sie sehen?«
»Ich war bei ihm. Wir
beide kennen diese Welt. Wenn man diese Welt einmal kennt,
braucht man nichts anderes zu tun, als den Extra
Gedanken abzulenken und deinem Körper das Sehen zu ermöglichen.«
Gegen Mittag kehrte Don Genaro zurück,
»Was tut er da?« fragte ich Don Juan. »Er is
Ei legen.«
Die Krämpfe um Don Genaros Mund schienen sich zu steigern. Er hatte einen
befremdlichen, irren Blick in den Augen. Sein Mund öf
gebeugt, die Arme hingen mit gekrümmten Fingern seitlich herab. Er schien
Don Genaro?« »E
« – »
»Nachdem ich eine Weile ge
sah ich auf dem Weg zwei Männer näherkommen. Auch sie schienen Mazatec
Indianer zu sein. Sie führten einen mit Brennholz b
eladenen Esel mit sich. Sie gingen
vorüber und murmelten:
Marksteinen, um mich zu orientieren und me
« – »
« – »
« – »
mir mit.
hantom. Der Klang seiner Stimme
Narr, daß du es selbst nicht weißt. Ich sage ihm dauernd, daß du ein komischer Kerl
bist
mit ihm ringen und ihn zähmen müssen. Wenn du den Schock überlebst, und dessen
einem unbekannten Lande lebend wiederfinden. Als erstes wirst du dich dann, wie es
wollen. Aber es gibt keinen
Weg zurück nach Los Angeles. Was du zurückgelassen
hast, ist für immer verloren. Dann wirst du natürlich ein Zauberer sein, aber das hilft
dir nichts; in einer Zeit wie dieser kommt es für uns alle einzig darauf an, daß alles,
was wir lieben oder hassen o
der wünschen, hinter uns liegt. Doch die Gefühle im
Menschen sterben oder ve
r
Weg zurück nach Hause und weiß, daß er nie ankommen wird, weiß, daß keine
Ort, zu den Di
gen, zu den
Menschen zurückbringen wird, die er liebte. Das ist es, was Genaro dir erzählte.«
traf mich mit ihrem vollen Gewicht, als ich anfing, seine Erzählung
mit meinem
eigenen Leben in Verbindung zu bringen.
»Und was ist mit den Menschen, die ich liebe?« fragte ich Don Juan. »Was geschieht
mit ihnen?« »Sie alle werden zurückbleiben«, sagte er. »Aber gibt es keinen Weg,
um sie wiederzufinden? Könnte ich sie zu
und bleiben wird mein Garten, mit seinem grünen Baum
Jeden Abend wird der Himmel blau und friedlich sein und läuten werden,
wie heute abend, die Glo
Sterben werden jene, die mich liebten;
und das Dorf wird neu jedes Jahr;
in Geist heimwehtrunken
umherirren…*

und sei es nichts
er wandert. Genau das ist es, was Genaro dir mit seiner Geschichte sagen, wollte.
der singe, Gedichte, spanisch und deutsch. Auswahl und Übertragung:
Hans Leopold Davi. Zürich: Diogenes, 1958.
des Menschen als riesige, erstarrte Woge, zurückgehalten durch
die unsichtbare
Wand eines Sinnbildes. Meine Trauer war so überwältigend, daß ich mich euphorisch
Don Genaro lächelte und stand auf. Auch Don Juan stand auf und legte mir
verlassen«, sagte er.
Don Juan ging fort, ohne sich nach mir umzusehen, aber Don Genaro wandte sich
zu mir um und forderte mich winkend und durch eine Kopfbewegung auf,
voranzugehen. Ich schaute ihnen nach, bis sie in der Ferne verschwanden, dann
der Zeit, noch nicht.

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